Unser Alltag in der Station - Archiv

Uhus in Pflege

Als erste Gäste in unserer neu errichteten Greifvogel- und Eulenvoliere haben wir derzeit zwei Uhus in Pflege. Beide Eulen leiden an einem Anflugtrauma, erholen sich gut und können voraussichtlich bald wieder in die Freiheit entlassen werden. Uhus sind weltweit die größten Eulen. Ihr Bestand in Schleswig-Holstein hat sich nach einem erfolgreichen Wiederansiedlungsprojekt glücklicherweise wieder erholt.

Meister Adebar macht Pause

Dieses Weißstorchmännchen muss den Winter über bei uns bleiben. Er war zu geschwächt, um die lange Reise nach Afrika anzutreten und hat den richtigen Zeitpunkt des Abflugs verpasst. Wenn er sich weiter gut erholt, wird er im kommenden Frühjahr dafür einer der ersten sein, der sein Nest nördlich von Hamburg wieder beziehen wird.

Ausbau der Stationsräume

Nach der Fertigstellung des Obergeschosses ist nun der Umbau des Erdgeschosses in unserem zukünftigen Stationsgebäude dran. Wir hoffen, Ende des Jahres 2013 die Umbauarbeiten fertigstellen zu können. Danke an dieser Stelle an alle fleißigen Helfer und Handwerker!

Rehkindergarten

Vier verwaiste Rehkitze leben derzeit in unserer Kitzgruppe. Die Jungtiere wurden uns von Jägern gebracht, die Mütter kamen im Straßenverkehr ums Leben. Mit Ziegenmilch, Obst und Laubzweigen wird das Quartett im eigenen Gehege von uns großgezogen, um dann in Absprache mit der zuständigen Jägerschaft ausgewildert zu werden. Die sozialen Tiere sollten niemals alleine in Menschenhand aufgezogen werden! Sie werden sehr zahm und können nach der Geschlechtsreife aggressiv werden. 

Elbe-Flutopfer in Pflege

Biberbaby Momo wurde verwaist auf einem Deich bei Lauenburg gefunden. Eine Polizistin, die dort im Einsatz war, brachte ihn zu uns zur weiteren Aufzucht. Das Jungtier entwickelt sich prächtig und genießt seine täglichen Schwimmausflüge. Nun hat die Technische Einsatzleitung Kreis Herzogtum Lauenburg die Patenschaft für den besonderen Pflegling übernommen, wir sagen Danke!

Voller Einsatz

Unsere freiwilligen Helfer und Helferinnen sind voller Tatendrang und für fast alles zu haben. Es wird geputzt, gebastelt und renoviert, Gehege mitgebaut und eingerichtet, Besorgungen erledigt, Führungen mitgestaltet und vieles mehr. Dabei wird nicht nur Spaß an der Sache, sondern auch Improvisationsgabe groß geschrieben, so wie auf unserem Bild, als bei plötzlichem Regeneinsatz die neue Gartenbank einfach unter dem Sonnenschirm weitergestrichen wurde. Natürlich ist das reinster Selbstzweck gewesen, damit beim nächsten Mal das neue Plätzchen an der Sonne gleich eingeweiht werden kann

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Glück im Unglück

Nach einer Kollision mit einem PKW ist dieser Fasan glücklicherweise mit dem Schrecken davon gekommen. Nach nur einer Nacht zur Beobachtung konnte er wieder freigelassen werden.

Willkommen Fischotter

Auch diesen Winter sind wir wieder als ehrenamtliche Spurensucher der Aktion Fischotterschutz unterwegs. Rund um Elmshorn nehmen wir potentielle Lebensräume des Fischotters unter die Lupe und hoffen, diesmal fündig zu werden. Mehr Infos unter www.otterzentrum.de

 

Feuerwehr als Pate

Diese junge verwaiste Brandgans kam als kleines Küken von der Insel Neuwerk zu uns zur Aufzucht. Bei lecker Stint und Spezialfutter ist sie prächtig gediehen und war die letzten Wochen der Star bei uns. Ein Hamburger Feuerwehrmann musste so sehr über die Artbezeichnung schmunzeln, dass er prompt die Patenschaft für sie übernommen hat. Nach ordentlichen Flugübungen konnte sie nun in das wilde Leben an der Küste starten.

Verstärkung beim Nistkastenbau

Gemeinsam mit den Kindergartenkindern der Pakita in HH-Niendorf haben wir Nistkästen gebaut und an geeigneter Stelle aufgehängt. Die Kinder waren mit großem Eifer dabei und hoffen mit uns, dass die Nistkästen in der nächsten Saison von verschiedenen Vogelarten angenommen werden. Die Arbeit mit Kindern ist für uns ein elementarer Baustein. Dabei überraschen sie uns die kleinen Tierfreunde immer wieder mit einer gesunden Brise Realismus, wenn es um unsere Natur geht. Foto: Hasti Clausen

Pech beim Jungfernflug

Dieser junge Wanderfalke ist wahrscheinlich bei seinem ersten Ausflug falsch gelandet. Der weibliche Vogel wurde uns vom Tierheim Bad Segeberg gemeldet, das die Erstversorgung leistete. Bevor das Jungtier nun in Zusammenarbeit mit Uwe Robitzky vom Wanderfalkenschutz aus Schleswig-Holstein wieder zu seinem heimischen Nest, auf einem Funkturm, gebracht werden kann, ist es bei uns in Pflege. Wanderfalken sind übrigens unsere größten einheimischen Falken.


Infostand

Beim Botanischen Sondergarten Wandsbek, am 24. Juni, waren wir dieses Jahr aktiv mit dabei. An unserem Infostand konnten sich alle Interssierten über unsere Arbeit informieren und mit uns Nistkästen bauen. 

Scheibenopfer

Dieser Buntspecht ist gegen die Scheibe eines Wintergartens geflogen. Hoffen wir, dass er sich von seinem Trauma erholt und bald wieder auf die Beine kommt. Immer wieder verunglücken Vögel an Fensterscheiben. Durch einfache Schritte kann man das jedoch versuchen zu verhindern. Leichte Vorhänge und großzügiger Fensterschmuck lenken die Vögel ab. Mittlerweile gibt es auch Spezialglas. bei Neu- und Umbauten sollte auf die Verwendung solcher Materialien geachtet werden.

 

Nachwuchs in der Patchworkfamilie
Dieses kleine Graugansküken haben Spaziergänger alleine aufgefunden. Weit und breit war keine Gänsefamilie auszumachen, sodass sie es mitgenommen und zu uns gebracht haben. Glücklicherweise war das Kleine unverletzt und putzmunter. Nun wächst es bei uns mit Stiefgeschwistern auf und wir freuen uns schon auf den ersten gemeinsamen Gang zum Baden. Gänse sind sehr gesellige Tiere und sollten wenn möglich immer in der Gruppe großgezogen werden.

Munteres Duo
Junge Eulen werden leider immer wieder ohne Not eingesammelt. Auch wenn es Laien nicht als solches erscheint, werden sie von den Eltern außerhalb des Nestes meist weiter betreut und versorgt. Diese beiden Waldohreulen sind jedoch tatsächlich verwaist. Erst nach genauer Beobachtung wurden sie von einer Gartenbesitzerin zu uns in Pflege gebracht.

Großes Interesse an Informationsveranstaltung

Am letzen Samstag im April hatten wir zu einem Informationsnachmittag zum Thema Versorgung von verletzten und verwaisten Wildtieren zu uns geladen. Zielgruppe waren dabei Tierärztinnen und Tierärzte und deren Personal sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tierheimen.

Gemeinsam mit unseren beiden Referenten Klaus Meyer von der Wildtierstation Rastede und Dr. Elvira von Schenck, Fachtierärztin für Zoo-, Gehege- und Wildtiere vom freien Institut für Wildtierschutz sprachen und diskutierten wir über den Sinn und Notwendigkeit der Wildtierversorgung, die artgerechte Aufzucht von verwaisten Jungtieren und die Erstversorgung von verletzten Wildtieren. Wir möchten uns auch an dieser Stelle nochmals herzlich für die vielen Fragen und Anregungen und die zahlreiche Teilnahme bedanken!

Rettung über den Dächern Hamburgs

Aufmerksame Anwohner hatten einen eingesperrten Habicht in Hamburg Lokstedt gemeldet. Der Greifvogel saß in einem Taubenkäfig fest, der auf einem Dach einer Hochhaussiedlung aufgestellt worden war. Das dubiose Gehege war dem Vogel zum Verhängnis geworden. Laut Aussage der Anwohner saß er dort schon mehrere Tage fest. Fallen wie solche müssen eigentlich per Gesetz zweimal am Tag kontrolliert werden. Wir sind gespannt, wie sich die SAGA, die die Hochhäuser verwaltet und die Käfige aufgestellt hat, dazu rechtfertigen wird. Dank der Unterstützung von Anwohnern konnten wir auf das Dach gelangen und den Habicht befreien, untersuchen und frei lassen. Zum Glück war er noch fit genug, um ohne Probleme das Weite zu suchen. Greifvögel verletzen sich schnell in Drahtvolieren, aber dieser Greif hatte nochmal Glück im Unglück.

Osterhasennachwuchs in Gefahr?

Viele Tierfreunde sorgen sich, wenn sie einen kleinen Feldhasen alleine im Gras sitzen sehen. Die Sorge ist meist unnötig, denn der junge Mümmelmann ist in der Regel weder verwaist noch krank. Mutter Hase kommt nur alle paar Stunden zu seinem Nachwuchs, um ihn zu versorgen. Sie schützt ihn so vor Beutegreifern, die ihn versteckt in der Sasse (so nennt man das Hasenbett) nicht so schnell bemerken. Schwierig wird es jedoch, wenn man einen verletzten Junghasen findet oder er einem von Hund oder Katze gebracht wird. Katzenspeichel ist hochinfektiös und solch ein Hase muss fachgerecht behandelt werden. Im Zweifelsfall also immer einen Tierarzt aufsuchen oder bei uns nachfragen. Foto: Angela Kraft

Osterfeuer: Umschichten ist ein Muss

Osterfeuer - eine schöne Tradition, die Groß und Klein aus den Zimmern lockt. Bevor es jedoch losgeht, sollte man den Holz- und Reisighaufen unbedingt umschichten. Dies ist sogar gesetzlich vorgeschrieben! So verhindert man, dass Tiere, die dort Unterschlupf gefunden haben, dem Feuertod erliegen. Also Leute, erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Viel Spaß, jedes Jahr auf's Neue.

Foto: pixelio.de

Familienzusammenführung

Anwohner hatten uns Anfang März zwischen Haseldorf und Hetlingen einen verirrten Jungschwan gemeldet. Er saß direkt an der Bundesstraße, wo wir ihn am Abend einfingen. Um sicher zu gehen, dass der Vogel nicht doch verletzt oder krank war, musste er jedoch ein Nacht in unserer Obhut verbringen. Glücklicherweise erwies er sich dann als top fit, sodass wir ihn am nächsten Morgen in der Nähe des Haseldorfer Hafens in sicherer Entfernung zu einer Schwanenfamilie ins Wasser setzen konnten. Umgehend schloss er sich seinen Artgenossen an und wurde sofort aufgenommen. Nachdem wir die Situation eine ganze Weile beobachtet hatten und zufrieden nach Hause fahren wollten, segelte zur Krönung des Vormittags auch noch ein Seeadler über unsere Köpfe hinweg. Ein wahrlich gelungener Sonntag!

Uhu in Pflege

Ende Januar wurde uns ein schwer kranker Uhu aus Norderstedt gemeldet. Nach der Erstversorgung war klar, dass das Eulenweibchen dringend fachmedizinische Versorgung benötigte. Sie wird nun von einer Fachtierklinik betreut. Langsam aber sicher erholt sich die große Eule wieder, auch Dank der intensiven Unterstützung unserer Partnerstation Paasmühle. Für die Dauer der Genesung haben unsere Mitstreiter dort die artgerechte Unterbringung und fürsorgliche Pflege übernommen. Vielen Dank an dieser Stelle für die schnelle Unterstützung!

Treffen des europäischen Notfallteams
Gleich zu Anfang des neuen Jahres haben wir uns wieder mit unseren Mitstreitern aus Belgien und England getroffen. Nach den vergangenen Treffen in Belgien und England waren diesmal wir die Gastgeber.
Auf der Tagesordnung stand u.a. die Erstellung europäischer Handlungsrichtlinien für die Rehabilitation verölter Vögel und die Inventur des Sea-Alarm-Equipments, das in Hamburg lagert. Es ist sowohl für nationale als auch internationale Einsätze einsatzbereit. Organisiert wurde das Treffen wie in den beiden Jahren zuvor von der Sea Alarm Foundation aus Brüssel.
Die Wildtierstation Hamburg ist einer der Bündnispartner.

Spurensuche

Der Biber ist zurück in Hamburg. Das Team der Wildtierstation unterstützt das Projekt der Loki-Schmidt-Stiftung zur Kartierung der Bibernachweise und lässt sich zum Biberspurensucher ausbilden. Durch den Nachweis von Biberspuren können gezielte Schutzmaßnahmen für den Biber getroffen werden und ist somit ein wichtiger Beitrag zum aktiven Wildtierschutz. In diesem März nehmen wir an einer weiteren Fortbildung der Initiative teil und sind schon sehr gespannt.

Berufung zum Prüfer

Nach mehreren Jahren als Prüfer für Haus- und Zootierpfleger ist unser Stationsleiter Christian Erdmann nun auch von der IHK Kiel zum Prüfer ernannt worden. Das gesamte Stationsteam freut sich mit ihm über diese Anerkennung.

Isegrims Tochter
Durch einen Hundebiss schwer verletzt kam diese junge Dachsfähe Ende April 2014 in unsere Obhut. Dank schneller tierärztlicher Versorgung und Intensivpflege bei uns, erholt sich die Kleine zunehmend. Nun heißt es hoffen, dass sie es schafft und im Herbst gesund und munter ausgewildert werden kann.

Boys Day in der Wildtierstation

Den diesjährigen Boys Day haben sechs Schüler aus Hamburg und Elmshorn bei uns verbracht. Unter Anleitung und Betreuung unserer beiden Mitarbeiterinnen Stephie (Auszubildende) und Darja (FÖJ) haben die Jungs z.B. Igelquartiere gereinigt, die Pfleglinge mit Futter versorgt, frische Kräuter für die Hasenkinderstube gepflückt und vieles mehr. Höhepunkt war die Wiederauswilderung zweier Igel. Letztes Jahr hatten wir bereits am bundesweiten Girls Day teilgenommen. Dieses Jahr fiel die Entscheidung gezielt nur Jungs einzuladen, da der Beruf des Tierpflegers meist von jungen Frauen erlernt wird und Männer rar sind. Danke an die jungen Herren für Ihren Einsatz heute bei uns!

Silvesternacht mit Schrecken

Einige Stunden vor Jahreswechsel 2012/2013 ereilte uns ein Notruf – eine Kanadagans war von einem Feuerwerkskörper schwer verletzt worden. Nachdem sie ein paar Wochen bei uns in Pflege war, konnte sie im Februar wieder gesund und munter in die freie Wildbahn entlassen werden.

3. Föhrer Wildtiersymposium

Vom 21. bis 23. September 2012 fand in Wyk auf Föhr zum drittenmal das Wildtiersymposium statt, an dem wir mit einem Teil unserer freiwilligen Helferinnen teilgenommen und selbst über unsere Arbeit referiert haben. Das Programm war bestückt mit vielen interessanten Themen rund um die Themen Versorgung von Wildtieren, Auswirkungen der Meeresverschmutzung auf die Tierwelt, Tierschutz und Ethik, zwei praktischen Arbeitsgruppen und vielem mehr. Neben viel Wissenswertem kam auch der Spaß nicht zu kurz. Vielen Dank an die Veranstalter für diese rundum gelungene Veranstaltung!

Infostand auf der HausTier Messe Hamburg Schnelsen

Dieses Jahr hatten wir das erste Mal einen Infostand auf der HausTier Messe in Schnelsen. Der diesjährige Themenschwerpunkt drehte sich um den Tierschutz. Vom 30. März bis 1. April 2012 konnten sich alle Interessierten über unsere Arbeit, die Verorgung von Wildtieren und den Bau von Nistkästen informieren. Herzlichen Dank an unsere ehrenamtlichen Helferinnen Eva und Conny, die sich um den Stand und die Besucher kümmerten!

Igelgehegebau

2012 schien die Zahl der untergewichtigen Jungigel besonders hoch gewesen zu sein. Von daher haben wir dank der tatkräftigen Unterstützung unserer freiwillgen Helferinnen ein weiteres Igelgehege gebaut, damit wir unsere stacheligen Pfleglinge alle bestmöglichst unterbringen können.

Robbenzentrum Föhr

Am 6. Januar 2012 wurden im Robbenzentrum Föhr die neuen Robbenbecken für die Erstversorgung von Kegelrobben und Seehunden eingeweiht. Katharina war für die Wildtierstation Hamburg bei der offiziellen Feier dabei und ist begeistert von der gelungenen Anlage. Als Dankeschön für die Initiative der langjährigen Mitstreiter gab es Blumen und eine Spende für die Quarantäne. Weitere Infos unter www.robbenzentrum-foehr.de